{"id":5364,"date":"2026-02-25T15:20:14","date_gmt":"2026-02-25T14:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/mypapergate.net\/?page_id=5364"},"modified":"2026-04-04T15:28:05","modified_gmt":"2026-04-04T13:28:05","slug":"die-datei-aus-metall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/die-datei-aus-metall\/","title":{"rendered":"Die Datei aus Metall"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\r\n<!-- WP\/HTML: Vortrag &amp; Dialogszene im Zauberberg \u2013 Keltenm\u00fcnzen \/ \u201eDatei aus Metall\u201c -->\r\n<section class=\"zauberberg-szene\">\r\n<h2>Vortrag vor den G\u00e4sten des MMI FutureLabs im Zauberberg<\/h2>\r\n<h3>Die Faszination der keltischen Datei aus Metall \u2013 die M\u00fcnzen<\/h3>\r\n<p>Henry M\u00fcller, der \u00c4lteste unter den Besuchern des Magic Mountain Instituts (MMI) und leidenschaftlicher Arch\u00e4ologe, wird zu einem Vortrag gebeten. Er hat sich bei dem Besuch der Welt des Keltenf\u00fcrsten dar\u00fcber \u00fcberrascht gezeigt, dass die Kultur der Kelten f\u00fcr die heutigen Generationen unbekannt sein soll, weil es keine schriftlichen Zeugnisse von ihnen g\u00e4be. Daran soll er etwas \u00e4ndern, denn die Kelten haben wohl keine Schrift gehabt, so meint er, sondern es gebe einen Schatz aus Metall. Damit gibt er das Thema seines Vortrags vor: <strong>\u201eDie Datei aus Metall\u201c<\/strong>.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h3>Henry M\u00fcller<\/h3>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong> Meine verehrten G\u00e4ste des Zauberbergs, liebe Kolleg*innen.<\/p>\r\n<p>Es ist mir eine au\u00dferordentliche Freude und Ehre, heute vor Ihnen zu stehen und \u00fcber ein Thema zu sprechen, das nicht nur faszinierend ist, sondern auch tiefe Einblicke in die Vergangenheit und die menschliche Vorstellungskraft bietet. Heute m\u00f6chte ich mit Ihnen \u00fcber die faszinierende Welt der keltischen M\u00fcnzen sprechen und wie sie uns dazu einl\u00e4dt, die Geheimnisse und Sch\u00e4tze einer l\u00e4ngst vergangenen Kultur zu erkunden.<\/p>\r\n<p>Die Kelten, eine antike Zivilisation, die einst weite Teile Europas bewohnte, hinterlie\u00dfen uns ein Erbe von unsch\u00e4tzbarem Wert, darunter ihre kunstvoll gestalteten M\u00fcnzen. Diese metallenen Relikte sind nicht nur materielle Gegenst\u00e4nde, sondern Fenster in eine Welt voller Mythologie, Spiritualit\u00e4t und kultureller Vielfalt.<\/p>\r\n<p>Die M\u00fcnzen der Kelten erz\u00e4hlen uns Geschichten von kulturellem Austausch, religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen, dem Sinn des Lebens und der kosmischen Ordnung. Sie zeigen uns die komplexen Verflechtungen einer Gesellschaft, die eng mit der Natur verbunden war und tiefe Wurzeln in der Vorstellung von Unsterblichkeit und Kontinuit\u00e4t hatte.<\/p>\r\n<p>In meiner Forschung habe ich entdeckt, dass jede Inschrift, jedes Symbol und jede Pr\u00e4gung auf diesen M\u00fcnzen eine Geschichte erz\u00e4hlt \u2013 eine Geschichte von Handel und Wohlstand, von Glauben und Spiritualit\u00e4t, von Kunst und \u00c4sthetik. Durch die Analyse dieser Relikte k\u00f6nnen wir nicht nur die materielle Kultur der Kelten verstehen, sondern auch tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt und ihre Beziehung zum Kosmos gewinnen.<\/p>\r\n<p>Es ist eine Reise in die Vergangenheit, die uns dazu einl\u00e4dt, unsere eigene Vorstellungskraft zu entfalten und die Geheimnisse einer vergangenen Zeit zu entschl\u00fcsseln. Die M\u00fcnzen der Kelten sind nicht nur stumme Zeugen einer l\u00e4ngst vergangenen Kultur, sondern auch lebendige Quellen der Inspiration und des Verst\u00e4ndnisses f\u00fcr uns heute.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h3>Fragen aus der Runde \u2013 Zusammenfassung der Erkenntnisse<\/h3>\r\n<p>Dann wird er von den G\u00e4sten befragt. Sie wollen eine Zusammenfassung dar\u00fcber haben, welche Erkenntnisse der Arch\u00e4ologe gewonnen hat und welche Botschaft er f\u00fcr die heutigen Generationen hat.<\/p>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong> Meine lieben G\u00e4ste, ich danke Ihnen herzlich f\u00fcr Ihr Interesse und Ihre Fragen zu meinen Erkenntnissen \u00fcber die keltischen M\u00fcnzen und die Botschaft, die ich f\u00fcr die heutigen Generationen habe.<\/p>\r\n<p><strong>Nach gr\u00fcndlicher Analyse und Forschung habe ich zahlreiche Erkenntnisse aus den keltischen M\u00fcnzen gewonnen:<\/strong><\/p>\r\n<ul>\r\n<li><strong>Symbolismus und Mythologie:<\/strong> Die M\u00fcnzen enthalten reiche Symbole und Motive, die auf die keltische Mythologie und ihre spirituellen \u00dcberzeugungen hinweisen. Diese Symbole bieten Einblicke in die komplexe Weltsicht der Kelten und ihre enge Verbindung zur Natur.<\/li>\r\n<li><strong>Religi\u00f6se Praktiken und Weltanschauungen:<\/strong> Durch die Darstellungen auf den M\u00fcnzen k\u00f6nnen wir die religi\u00f6sen Praktiken und Weltanschauungen der Kelten besser verstehen. Ihre Vorstellungen vom Leben, Tod und der Unsterblichkeit spiegeln sich in den M\u00fcnzmotiven wider.<\/li>\r\n<li><strong>Kultureller Austausch und Handelsbeziehungen:<\/strong> Die M\u00fcnzen zeigen auch den kulturellen Austausch und die Handelsbeziehungen der Kelten mit anderen antiken Zivilisationen. Dies verdeutlicht ihre Integration in ein gr\u00f6\u00dferes Netzwerk von V\u00f6lkern und Kulturen.<\/li>\r\n<li><strong>\u00c4sthetik und Kunstfertigkeit:<\/strong> Die kunstvolle Gestaltung der M\u00fcnzen zeugt von der handwerklichen F\u00e4higkeit und dem \u00e4sthetischen Empfinden der keltischen Gesellschaft. Ihre Kunst spiegelt nicht nur ihre Kultur wider, sondern erz\u00e4hlt auch Geschichten und \u00fcbermittelt Botschaften.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong> Die Botschaft, die ich aus dieser faszinierenden Reise in die Welt der keltischen M\u00fcnzen f\u00fcr die heutigen Generationen mitnehme, lautet:<\/p>\r\n<blockquote>\r\n<p>Lasst uns die Vergangenheit ehren und respektieren, denn sie ist ein Schatzkoffer voller Weisheit und Inspiration. Durch das Studium alter Kulturen und ihre Hinterlassenschaften k\u00f6nnen wir nicht nur unser Verst\u00e4ndnis von Geschichte vertiefen, sondern auch wertvolle Lektionen f\u00fcr die Gegenwart und die Zukunft lernen.<\/p>\r\n<\/blockquote>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong> Ich freue mich auf Ihre Fragen.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h3>Fran\u00e7oise (Psychologin): Symbolismus und Mythologie<\/h3>\r\n<p><strong>Fran\u00e7oise:<\/strong> Ich frage nach dem Symbolismus und zur Mythologie.<\/p>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong> Nat\u00fcrlich, lassen Sie mich genauer auf den Symbolismus und die Mythologie eingehen, die in den keltischen M\u00fcnzen zu finden sind.<\/p>\r\n<ul>\r\n<li><strong>Symbole der Natur:<\/strong> Viele keltische M\u00fcnzen enthalten Symbole der Natur, die eine zentrale Rolle im keltischen Glauben spielten. B\u00e4ume wie der Eichenbaum (St\u00e4rke und Standhaftigkeit) oder der Lebensbaum (Fruchtbarkeit und Wachstum) sind h\u00e4ufige Motive. Diese Symbole reflektieren die enge Verbindung der Kelten zur Natur und ihre Verehrung f\u00fcr nat\u00fcrliche Elemente.<\/li>\r\n<li><strong>Tierische Darstellungen:<\/strong> Tiere hatten eine besondere Bedeutung im keltischen Glauben und erscheinen daher oft auf den M\u00fcnzen: der Hirsch (Anmut und spirituelle F\u00fchrung) oder der Wolf (Kraft und Besch\u00fctzergeist) sind Beispiele. Diese Tierdarstellungen vermitteln Botschaften \u00fcber spirituelle \u00dcberzeugungen und die Sicht auf die Tierwelt.<\/li>\r\n<li><strong>G\u00f6tter und G\u00f6ttinnen:<\/strong> Einige M\u00fcnzen zeigen Darstellungen von Gottheiten der keltischen Mythologie, etwa Cernunnos (Hirschgott der Fruchtbarkeit) oder Brigid (G\u00f6ttin des Feuers und der Heilung). Diese Darstellungen bieten Einblicke in religi\u00f6se Praktiken und \u00dcberzeugungen.<\/li>\r\n<li><strong>Mythische Szenen:<\/strong> Manche M\u00fcnzen zeigen mythische Szenen oder Legenden \u2013 Gr\u00fcndungsmythen, heroische Taten oder Begegnungen mit \u00fcbernat\u00fcrlichen Wesen wie Feen oder Druiden. Sie geben Einblick in die Erz\u00e4hltradition und Vorstellungskraft der keltischen Kultur.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p>Insgesamt zeigen die Symbole und Motive auf den keltischen M\u00fcnzen eine komplexe Weltanschauung, gepr\u00e4gt von tiefer Naturverehrung, reicher Mythologie und starkem spirituellem Glauben.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h3>Richard Pr\u00e4torius (Theologe): Religi\u00f6se Praktiken und Weltanschauungen<\/h3>\r\n<p><strong>Richard Pr\u00e4torius:<\/strong> Ich frage nach religi\u00f6sen Praktiken und Weltanschauungen.<\/p>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong><\/p>\r\n<ul>\r\n<li><strong>Polytheismus und Verehrung der Natur:<\/strong> Die Kelten waren polytheistisch und verehrten eine Vielzahl von G\u00f6ttern und G\u00f6ttinnen, viele mit Naturbezug (Fl\u00fcsse, Berge, W\u00e4lder). Die Natur galt als von spirituellen Kr\u00e4ften durchdrungen; Rituale dienten dem Ehren und Bes\u00e4nftigen dieser Kr\u00e4fte.<\/li>\r\n<li><strong>Druiden und spirituelle F\u00fchrer:<\/strong> Druiden waren spirituelle F\u00fchrer, Gelehrte und Vermittler zwischen Menschen und G\u00f6ttern. Sie f\u00fchrten Rituale durch, deuteten Omen, lehrten Mythologie und berieten teils auch politisch. Ihnen wurde ein tiefes Verst\u00e4ndnis kosmischer Ordnung zugeschrieben.<\/li>\r\n<li><strong>Opfergaben und Rituale:<\/strong> Opfergaben (Lebensmittel, Tiere, teils auch Menschen) wurden an heiligen Orten dargebracht \u2013 H\u00fcgel, Quellen, heilige B\u00e4ume. Diese Praktiken waren Teil eines Systems aus Gebeten, Beschw\u00f6rungen und Zeremonien zur Einflussnahme auf spirituelle Kr\u00e4fte.<\/li>\r\n<li><strong>Jenseitsvorstellungen und Totenkult:<\/strong> Der Tod galt als \u00dcbergang. Begr\u00e4bnisrituale, Grabbeigaben und Gedenkfeiern waren verbreitet. Unsterblichkeit und der Zyklus von Leben und Tod waren zentrale Bestandteile der Weltanschauung.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<hr \/>\r\n<section>\r\n<h3>Gottfried Kaiser (Journalist): Handel, Austausch \u2013 und der \u201eHimmel auf dem Kopf\u201c<\/h3>\r\n<p><strong>Gottfried Kaiser:<\/strong><br \/>Ich will Auskunft \u00fcber kulturellen Austausch und Handelsbeziehungen haben. Und: Hatten die Kelten Angst, dass ihnen der Himmel auf den Kopf f\u00e4llt?<\/p>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong><br \/>Gerne, Gottfried.<\/p>\r\n<p>Die Kelten waren bekannt f\u00fcr ihr ausgedehntes Handelsnetzwerk, das sich \u00fcber weite Teile Europas erstreckte. Sie standen in regem Austausch mit Griechen, Etruskern und sp\u00e4ter auch mit den R\u00f6mern. Gehandelt wurden Metalle wie Gold, Silber und Eisen, ebenso Salz, Wein, Schmuck, Textilien, Waffen und landwirtschaftliche Produkte. Selbst Luxusg\u00fcter aus dem Mittelmeerraum fanden ihren Weg in keltische F\u00fcrstensitze.<\/p>\r\n<p>Dieser Handel war kein einseitiger Vorgang. Mit den Waren reisten auch Ideen. Mediterrane Ornamente tauchen in keltischen Schmuckformen auf, neue Techniken der Metallverarbeitung wurden \u00fcbernommen und weiterentwickelt. Handel bedeutete Begegnung \u2013 und Begegnung ver\u00e4nderte.<\/p>\r\n<p>Die keltische Welt war daher keine isolierte Waldkultur, sondern ein dynamisches Netzwerk aus St\u00e4mmen, F\u00fcrstent\u00fcmern und Fernkontakten. Vielfalt war ihre St\u00e4rke.<\/p>\r\n<p>Und nun zu Ihrer zweiten Frage.<\/p>\r\n<p>Man h\u00f6rt diese Bemerkung tats\u00e4chlich \u00f6fter \u2013 dass die Kelten angeblich f\u00fcrchteten, der Himmel k\u00f6nne ihnen auf den Kopf fallen. Doch das ist eher ein antiker Spott aus r\u00f6mischen Quellen, ein humoristischer Topos, kein arch\u00e4ologischer Befund.<\/p>\r\n<p>Auf meinen M\u00fcnzen jedenfalls findet sich kein Symbol der Weltuntergangsangst.<\/p>\r\n<p>Was wir dort sehen, sind Sonnenr\u00e4der, Spiralen, Tiere in kraftvoller Bewegung, Zeichen von Fruchtbarkeit, Macht und kosmischer Ordnung. Diese Bilder sprechen nicht von Furcht, sondern von Vertrauen in den Zyklus der Natur.<\/p>\r\n<p>Eine Kultur, die monumentale Grabh\u00fcgel errichtet, Fernhandel betreibt und komplexe Symbolsysteme entwickelt, ist keine Kultur des \u00e4ngstlichen Duckens.<\/p>\r\n<p><strong>Die Funde sprechen eine andere Sprache.<\/strong><br \/><em>Und Metall l\u00fcgt nicht.<\/em><\/p>\r\n<\/section>\r\n<h3>Giacomo Bellavista (K\u00fcnstler): \u00c4sthetik und Kunstfertigkeit<\/h3>\r\n<p><strong>Giacomo Bellavista:<\/strong> Ich m\u00f6chte eine detaillierte Auskunft \u00fcber die \u00c4sthetik und Kunstfertigkeit der Kelten.<\/p>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong><\/p>\r\n<p>Die keltische Kunst war reich an Symbolik und Motiven, die oft eine tiefe Bedeutung hatten und eng mit Mythologie, Religion und Weltanschauung verbunden waren. H\u00e4ufige Symbole: Spiralen, Knotenmuster, Tierdarstellungen (Hirsche, V\u00f6gel, Schlangen), sowie Sonnen- und Mondsymbole \u2013 oft in komplexen Mustern, um spirituelle oder mystische Bedeutungen zu vermitteln.<\/p>\r\n<p>Die Kelten arbeiteten mit einer Vielzahl von Materialien: Gold, Silber, Bronze, Eisen, Edelsteine, Glas, Holz und Keramik. Oft wurden Materialien kombiniert, um Schmuck, Waffen, Ger\u00e4te und Gebrauchsgegenst\u00e4nde herzustellen \u2013 aufw\u00e4ndig verziert mit Mustern und Gravuren.<\/p>\r\n<p>Sie beherrschten handwerkliche Techniken wie Schmieden, Gie\u00dfen, Treiben, Gravieren und Filigranarbeiten. Das Spektrum reichte von fein gearbeitetem Schmuck \u00fcber kunstvolle Waffen bis zu pr\u00e4chtigen Gef\u00e4\u00dfen und Statuetten.<\/p>\r\n<p>Ornamentik spielte eine gro\u00dfe Rolle: geometrische Muster, florale Elemente, abstrakte Formen \u2013 angeordnet in Spiralen, Kreisen und Knotenmustern, die Kontinuit\u00e4t, Einheit und Verbundenheit ausdr\u00fccken konnten.<\/p>\r\n<p>Insgesamt war die keltische Kunst durch Symbolik, Kunstfertigkeit und spirituelle Tiefe gekennzeichnet und spielte eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben der Kelten. Sie hinterlie\u00df ein reiches Erbe an Objekten und Artefakten, die bis heute bewundert und studiert werden.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h3>Frage nach den Quellen<\/h3>\r\n<p>Die Gruppe ist fasziniert von den tiefen Kenntnissen des Arch\u00e4ologen. Sie fragen nach seinen Quellen.<\/p>\r\n<p><strong>Henry M\u00fcller:<\/strong> Zuerst einmal meine Sammlung der M\u00fcnzen und unsere wissenschaftliche Lektorin Lorena Bergmann und die KI mit der Interpretation der Kunst der Kelten auf den M\u00fcnzen. Sie haben mir geholfen.<\/p>\r\n<p>Ich w\u00fcrde vorschlagen, dass unser bekannter Keltenf\u00fcrst aus Hochdorf das Schlusswort haben sollte.<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h2>Schlusswort im Holodeck<\/h2>\r\n<p>Der Keltenf\u00fcrst materialisiert sich im Holodeck der B\u00fccherei des Zauberbergs.<\/p>\r\n<p>Dr. Behrends, der Klinikleiter, begr\u00fc\u00dft ihn. Er freut sich sehr, dass die Besucher den Keltenf\u00fcrsten direkt befragen k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p><strong>Dr. Behrends:<\/strong> Eure Eminenz, geehrter F\u00fcrst der Kelten. Wir danken Ihnen sehr f\u00fcr Ihre Teilnahme an unserem Erkenntnisweg zur keltischen Kultur. Verzeihung, wie d\u00fcrfen wir Sie nennen?<\/p>\r\n<p><strong>Der Keltenf\u00fcrst:<\/strong> Meine Zeitgenossen, mein Volk haben mich \u201eDer Ewige\u201c genannt, weil ich durch meine Tapferkeit und meinen unerm\u00fcdlichen Einsatz f\u00fcr mein Volk in Erinnerung bin. Sie haben mir auch Unsterblichkeit nach- und vorausgesagt, was ja nun durch meine Anwesenheit bewiesen wird. Auch der Fund meines Grabh\u00fcgels in Eurer Zeit hat die Metapher von meiner Unsterblichkeit best\u00e4tigt. Aber sagen Sie einfach \u201eKeltenf\u00fcrst\u201c zu mir.<\/p>\r\n<p><strong>Der Keltenf\u00fcrst:<\/strong> Sie wissen sicher, dass es in unserer Gesellschaft die Druiden sind, die unsere Weisheiten verwalten. Sie sind die spirituellen F\u00fchrer, Gelehrten und Wissensh\u00fcter. In unserer Tradition sind sie bekannt f\u00fcr ihre umfangreichen Kenntnisse \u00fcber Mythologie, Religion, Naturph\u00e4nomene und insgesamt der keltischen Kultur.<\/p>\r\n<p><strong>Der Keltenf\u00fcrst:<\/strong> Die Druiden sind zwar keine herrschende Elite im traditionellen Sinne, obwohl sie oft einen betr\u00e4chtlichen Einfluss auf die politischen Entscheidungen und sozialen Strukturen der keltischen Gesellschaft haben. Sie genie\u00dfen ein hohes Ansehen und Respekt f\u00fcr ihre spirituellen F\u00e4higkeiten und ihr Wissen.<\/p>\r\n<p><strong>Der Keltenf\u00fcrst:<\/strong> Es sind unsere Druiden, die als H\u00fcter des keltischen Erbes fungieren und durch ihre spirituelle Autorit\u00e4t die Weisheiten der keltischen Kultur bewahren und weitergeben.<\/p>\r\n<section>\r\n<h3>Der Keltenf\u00fcrst: Druiden, Barden \u2013 und die Frage nach der Schrift<\/h3>\r\n<p><strong>Dr. Behrends:<\/strong> Die gro\u00dfe Frage ist jedoch: Wie kamen die Kelten ohne Schrift zurecht \u2013 w\u00e4hrend andere Kulturen wie die Griechen und R\u00f6mer, selbst die Assyrer mit ihrer Keilschrift oder die Alten \u00c4gypter mit den Hieroglyphen ihre Welt in Zeichen bannen konnten? Etwa nur mit M\u00fcnzen?<\/p>\r\n<p><strong>Der Keltenf\u00fcrst:<\/strong><br \/>Die Antwort ist einfach \u2013 und zugleich anspruchsvoll: Unsere Welt war eine Welt des <em>ged\u00e4chtnisstarken Wortes<\/em>. Die Druiden, und vor allem die Barden, waren geschult, die alten Weisheiten unserer Vorfahren durch Gesang, Gebete und Erz\u00e4hlungen zu bewahren.<\/p>\r\n<p>Was andere in Stein ritzten, trugen wir im Atem. Was andere auf Papyrus schrieben, hielten wir im Rhythmus. Unsere Lieder waren Archive. Unsere Verse waren Gesetze. Unsere Gebete waren Erinnerung.<\/p>\r\n<p>Die M\u00fcnzen sind darum nicht unsere Schrift \u2013 sie sind <strong>Metallzeichen<\/strong>, die best\u00e4tigen, was l\u00e4ngst im Ged\u00e4chtnis lebte: Namen, Macht, Symbole, B\u00fcndnisse. Doch die eigentliche Bibliothek unserer Welt stand nicht in Regalen, sondern sa\u00df am Feuer und sang.<\/p>\r\n<\/section>\r\n<p><strong>Richard Pr\u00e4torius:<\/strong> Ich freue mich besonders \u00fcber das Schlusswort des Keltenf\u00fcrsten.<\/p>\r\n<p>Daraufhin bedankt sich Dr. Behrends f\u00fcr den Vortrag von Henry M\u00fcller, dem Arch\u00e4ologen, und Lorena Bergmann, der wissenschaftlichen Lektorin. Ganz besonders nat\u00fcrlich bei dem Keltenf\u00fcrsten von Hochdorf und seinem Schlusswort. Eine Erkenntnis will er sich nicht verkneifen:<\/p>\r\n<p><strong>Dr. Behrends:<\/strong> Das war eine wunderbare Erkenntnis \u00fcber die Unsterblichkeit der Kultur der Menschheit.<\/p>\r\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Vortrag vor den G\u00e4sten des MMI FutureLabs im Zauberberg Die Faszination der keltischen Datei aus Metall \u2013 die M\u00fcnzen Henry M\u00fcller, der \u00c4lteste unter den Besuchern des Magic Mountain Instituts (MMI) und leidenschaftlicher Arch\u00e4ologe, wird zu einem Vortrag gebeten. 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