{"id":7572,"date":"2026-08-16T14:56:24","date_gmt":"2026-08-16T12:56:24","guid":{"rendered":"https:\/\/mypapergate.net\/?page_id=7572"},"modified":"2026-08-16T15:35:02","modified_gmt":"2026-08-16T13:35:02","slug":"der-faden-ein-semantische-theaterstueck","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/der-faden-ein-semantische-theaterstueck\/","title":{"rendered":"DER FADEN"},"content":{"rendered":"<h2>Ein semantisches Theaterst\u00fcck \u00fcber Widerspruch, Wirkung und die Frage, ob ein einzelner Mensch etwas ver\u00e4ndern kann<\/h2>\n<h3>Personen<\/h3>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong> \u2013 ein Mann, der schreibt, fragt und nach Wirkung sucht<br \/>\n<strong>BB \u2013 Bertolt Brecht<\/strong> \u2013 der Widerspruch, die gesellschaftliche Wirklichkeit<br \/>\n<strong>JB \u2013 Jorge Bucay<\/strong> \u2013 das Beziehungsnetz, die Verbundenheit<\/p>\n<p><em>Die \u00c4u\u00dferungen von Bertolt Brecht und Jorge Bucay sind literarisch-semantische Rekonstruktionen. Sie sind keine \u00fcberlieferten Zitate.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>PROLOG<\/h2>\n<p><em>Eine fast leere B\u00fchne.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Tisch. Ein Laptop. Einige Notizb\u00fccher.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Hintergrund zieht sich ein kaum sichtbares Netz aus vielen d\u00fcnnen F\u00e4den \u00fcber die B\u00fchne.<\/em><\/p>\n<p><em>DER AUTOR sitzt am Tisch und schreibt.<\/em><\/p>\n<p>Lange Stille.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Ich schreibe.<\/p>\n<p>Jeden Tag.<\/p>\n<p>Geschichte.<br \/>\nMenschen.<br \/>\nKrieg.<br \/>\nLiebe.<br \/>\nTod.<br \/>\nK\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<p>Ich ver\u00f6ffentliche meine Gedanken.<\/p>\n<p>Und dann schaue ich nach.<\/p>\n<p>Hat jemand gelesen?<\/p>\n<p>Hat jemand geantwortet?<\/p>\n<p>Hat es etwas bewirkt?<\/p>\n<p><em>BB tritt auf.<\/em><\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Warum schauen Sie nach?<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Weil ich Resonanz suche.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Und wenn niemand antwortet?<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Dann frage ich mich, ob das Schreiben einen Sinn hat.<\/p>\n<p><em>Von der anderen Seite tritt JB auf. Er ber\u00fchrt einen Faden des Netzes.<\/em><\/p>\n<p>An einer weit entfernten Stelle bewegt sich ein anderer Faden.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Und wenn sich etwas bewegt, ohne dass Sie es sehen?<\/p>\n<p><em>Dunkel.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h1>ERSTER AKT \u2013 DER WIDERSPRUCH<\/h1>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Bertolt, mit Ihnen habe ich ein Problem.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Das ist immerhin ein Anfang.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Sie machen es einem nicht leicht.<\/p>\n<p>Der Mensch ist bei Ihnen nie einfach gut oder b\u00f6se.<\/p>\n<p>Er liebt und verletzt.<\/p>\n<p>Er hilft und schweigt.<\/p>\n<p>Er schafft Kunst und f\u00fchrt Krieg.<\/p>\n<p>Verdammt noch mal \u2013 wo bleibt denn hier das Positive?<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Warum muss der Mensch eindeutig sein?<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Weil ich an die Humanit\u00e4t glauben m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Dann d\u00fcrfen Sie gerade den Widerspruch nicht verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Der Mensch kann morgens sein Kind umarmen und mittags eine Entscheidung treffen, unter der andere Kinder leiden.<\/p>\n<p>Er kann Beethoven h\u00f6ren und Unrecht dulden.<\/p>\n<p>Er kann gebildet sein und sich verf\u00fchren lassen.<\/p>\n<p>Er kann wissen \u2013 und trotzdem schweigen.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Das ist das, was mich besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Die <strong>Ambivalenz des Menschen<\/strong>.<\/p>\n<p>Wie kann eine hochentwickelte Kultur in Barbarei fallen?<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht, weil Kultur allein den Menschen nicht gut macht.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Wo bleibt dann die Hoffnung?<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Im Widerspruch selbst.<\/p>\n<p>Denn wenn Menschen Verh\u00e4ltnisse schaffen, k\u00f6nnen Menschen Verh\u00e4ltnisse auch ver\u00e4ndern.<\/p>\n<hr \/>\n<h1>ZWEITER AKT \u2013 DAS NETZ<\/h1>\n<p><em>JB geht zum Netz.<\/em><\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Nehmen Sie einen Faden.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Ich kenne dieses Bild.<\/p>\n<p>Der Mensch im Netz.<\/p>\n<p>Das Beziehungsnetz.<\/p>\n<p>Das Internet.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich das Netz der Gedanken.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Dann ziehen Sie.<\/p>\n<p><em>DER AUTOR zieht vorsichtig.<\/em><\/p>\n<p>An mehreren Stellen bewegt sich das Netz.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Ich sehe nicht, wohin der Faden f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Das m\u00fcssen Sie auch nicht.<\/p>\n<p>Ein Gedanke erreicht einen Menschen.<\/p>\n<p>Dieser spricht mit einem anderen.<\/p>\n<p>Der erz\u00e4hlt ihn weiter.<\/p>\n<p>Ein Dritter widerspricht.<\/p>\n<p>Ein Vierter beginnt nachzudenken.<\/p>\n<p>Und Sie erfahren vielleicht niemals davon.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Dann ist Wirkung nicht dasselbe wie sichtbare Resonanz.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Genau.<\/p>\n<p>Sie z\u00e4hlen Besucher.<\/p>\n<p>Sie suchen Likes.<\/p>\n<p>Sie freuen sich \u00fcber Antworten.<\/p>\n<p>Das ist verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Aber warum verlangen Sie von jeder Wirkung eine Empfangsbest\u00e4tigung?<\/p>\n<p><em>Pause.<\/em><\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Das trifft mich.<\/p>\n<p>Vielleicht habe ich Wirkung und Resonanz verwechselt.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Resonanz k\u00f6nnen Sie nicht erzwingen.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen nur einen Faden ber\u00fchren.<\/p>\n<hr \/>\n<h1>DRITTER AKT \u2013 DIE KATASTROPHE<\/h1>\n<p><em>Auf der Projektionsfl\u00e4che erscheinen Bilder aus der Geschichte.<\/em><\/p>\n<p>Krieg.<\/p>\n<p>Diktatur.<\/p>\n<p>Zerst\u00f6rte St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Fl\u00fcchtende Menschen.<\/p>\n<p>Propaganda.<\/p>\n<p>Dann Dunkelheit.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt meine eigentliche Frage.<\/p>\n<p>Ich sehe wieder Krieg.<\/p>\n<p>Nationalismus.<\/p>\n<p>Autorit\u00e4res Denken.<\/p>\n<p>Menschen werden zu Feinden erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit einer noch gr\u00f6\u00dferen Katastrophe ist wieder denkbar geworden.<\/p>\n<p>Und ich frage mich:<\/p>\n<p><strong>Kann ich mit meinen Mitteln eine Katastrophe aufhalten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Nein.<\/p>\n<p><em>Stille.<\/em><\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Das war deutlich.<\/p>\n<p>Dann ist alles, was ich tue, bedeutungslos?<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Nein.<\/p>\n<p>Sie stellen nur die falsche Frage.<\/p>\n<p>Nicht:<\/p>\n<p><strong>Kann der Autor die Katastrophe aufhalten?<\/strong><\/p>\n<p>Sondern:<\/p>\n<p><strong>Was tr\u00e4gt dazu bei, dass eine Gesellschaft einer Katastrophe widersteht?<\/strong><\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Und?<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Menschen, die widersprechen.<\/p>\n<p>Menschen, die erinnern.<\/p>\n<p>Menschen, die fragen.<\/p>\n<p>Menschen, die einfachen Antworten misstrauen, wenn die Wirklichkeit kompliziert ist.<\/p>\n<p>Menschen, die einen anderen noch als Menschen erkennen, wenn andere ihn l\u00e4ngst zum Feind erkl\u00e4rt haben.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Und jeder Gedanke, der Menschenw\u00fcrde st\u00e4rkt, bewegt einen Faden.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Dann verhindert ein Essay keinen Krieg.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Aber vielleicht ver\u00e4ndert er einen Gedanken.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Und Sie wissen nicht, wohin dieser Gedanke weiterwandert.<\/p>\n<hr \/>\n<h1>VIERTER AKT \u2013 WO BLEIBT DAS POSITIVE?<\/h1>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin 77 Jahre alt.<\/p>\n<p>Ich bin gesund.<\/p>\n<p>Ich lebe in Wohlstand.<\/p>\n<p>Ich werde geliebt.<\/p>\n<p>Ich kann denken.<\/p>\n<p>Ich kann schreiben.<\/p>\n<p>Ich darf neugierig sein.<\/p>\n<p>Eigentlich k\u00f6nnte ich sagen:<\/p>\n<p>Es ist alles da.<\/p>\n<p>Und trotzdem frage ich manchmal:<\/p>\n<p><strong>Verdammt noch mal \u2013 wo bleibt denn hier das Positive?<\/strong><\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht suchen Sie gar nicht das Positive.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Was dann?<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Antwort.<\/p>\n<p><em>Stille.<\/em><\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Sie geben etwas in die Welt und m\u00f6chten wissen, ob die Welt zur\u00fcckspricht.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Resonanz.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Ja.<\/p>\n<p>Aber die Welt antwortet nicht auf Bestellung.<\/p>\n<p>Vielleicht liest jemand Ihren Text und schweigt.<\/p>\n<p>Vielleicht erinnert er sich Monate sp\u00e4ter an einen Satz.<\/p>\n<p>Vielleicht erz\u00e4hlt er einem anderen davon.<\/p>\n<p>Vielleicht geschieht gar nichts.<\/p>\n<p>Das wissen Sie nicht.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Das Positive besteht vielleicht auch nicht darin, dass alles gut ausgeht.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Sondern?<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Darin, sich nicht entmenschlichen zu lassen.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Und verbunden zu bleiben.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Also weder naive Hoffnung noch Verzweiflung.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Widerspruch.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Beziehung.<\/p>\n<hr \/>\n<h1>F\u00dcNFTER AKT \u2013 DER FADEN<\/h1>\n<p><em>DER AUTOR steht vor dem Netz.<\/em><\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob meine Essays etwas ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wer sie liest.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob meine semantischen Dialoge einen Menschen zum Nachdenken bringen.<\/p>\n<p>Und ich wei\u00df schon gar nicht, ob irgendeiner meiner Gedanken eine Katastrophe verhindern kann.<\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Das m\u00fcssen Sie nicht wissen.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Sie m\u00fcssen nur entscheiden, an welchem Faden Sie ziehen wollen.<\/p>\n<p><em>DER AUTOR nimmt einen Faden in die Hand.<\/em><\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Dann kann ich wenigstens das entscheiden.<\/p>\n<p>Ich kann erinnern.<\/p>\n<p>Ich kann fragen.<\/p>\n<p>Ich kann widersprechen.<\/p>\n<p>Ich kann versuchen zu verstehen.<\/p>\n<p>Ich kann Geschichte lebendig halten.<\/p>\n<p>Ich kann Widerspr\u00fcche sichtbar machen.<\/p>\n<p>Ich kann Menschen als Menschen beschreiben \u2013 und nicht als Feinde.<\/p>\n<p>Und ich kann meine Gedanken ver\u00f6ffentlichen,<\/p>\n<p><strong>ohne zu wissen, ob jemand antwortet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Das reicht.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Und wenn irgendwo etwas in Bewegung kommt?<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Dann muss ich es nicht einmal erfahren.<\/p>\n<p><em>Er l\u00e4sst den Faden los.<\/em><\/p>\n<p>Das Netz bewegt sich noch einen Augenblick weiter.<\/p>\n<hr \/>\n<h1>EPILOG \u2013 WER APPLAUDIERT EIGENTLICH?<\/h1>\n<p><em>Die drei treten an die Rampe.<\/em><\/p>\n<p><em>DER AUTOR in der Mitte. BB und JB neben ihm.<\/em><\/p>\n<p>Sie verbeugen sich.<\/p>\n<p>Applaus.<\/p>\n<p>DER AUTOR richtet sich wieder auf.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Moment.<\/p>\n<p>Wer applaudiert eigentlich?<\/p>\n<p><em>BB blickt in den Zuschauerraum.<\/em><\/p>\n<p><strong>BB<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht diejenigen, die widersprechen.<\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht diejenigen, die etwas mitnehmen und keinem davon erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht diejenigen, die erst morgen dar\u00fcber nachdenken.<\/p>\n<p><em>Pause.<\/em><\/p>\n<p><strong>JB<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht m\u00fcssen Sie auch das nicht wissen.<\/p>\n<p>Die drei sehen in den dunklen Zuschauerraum.<\/p>\n<p>Hinter ihnen bewegt sich das Netz.<\/p>\n<p>Ganz leicht.<\/p>\n<p>Obwohl niemand daran zieht.<\/p>\n<p><strong>DER AUTOR<\/strong><\/p>\n<p>Dann schreibe ich weiter.<\/p>\n<p>Nicht, weil ich wei\u00df, dass ich die Welt ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Sondern weil ich wei\u00df, <strong>an welchem Faden ich ziehen m\u00f6chte.<\/strong><\/p>\n<p><em>Licht aus.<\/em><\/p>\n<h2>ENDE<\/h2>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"7571\" data-permalink=\"https:\/\/mypapergate.net\/en\/der-faden-ein-semantische-theaterstueck\/der-faden-theaterstueck\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555.png?fit=1000%2C660&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1000,660\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Der Faden Theaterst\u00fcck\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555.png?fit=1024%2C909&amp;ssl=1\" class=\"alignnone wp-image-7571\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555-300x198.png?resize=902%2C595&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"902\" height=\"595\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555.png?resize=300%2C198&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555.png?resize=768%2C507&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555.png?resize=18%2C12&amp;ssl=1 18w, https:\/\/i0.wp.com\/mypapergate.net\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Der-Faden-Theaterstueck-e1786885448555.png?w=1000&amp;ssl=1 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 902px) 100vw, 902px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Anmerkung des Autors<\/h3>\n<p>Dieses Theaterst\u00fcck ist ein <strong>Semantischer Dialog<\/strong>. Bertolt Brecht und Jorge Bucay haben dieses Gespr\u00e4ch nie gef\u00fchrt. Ihre Stimmen sind literarische Rekonstruktionen, die sich an Gedanken orientieren, mit denen ich mich in ihren Werken und in meiner eigenen Auseinandersetzung besch\u00e4ftigt habe.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage bleibt deshalb beim Leser:<\/p>\n<blockquote><p><strong>An welchem Faden ziehe ich?<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Omwyl0lePC\"><p><a href=\"https:\/\/mypapergate.net\/en\/der-mensch-im-netz-2\/\">Der Mensch im Netz<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"\u201eDer Mensch im Netz\u201c \u2013 mypapergate.net\" src=\"https:\/\/mypapergate.net\/der-mensch-im-netz-2\/embed\/#?secret=l2B9AXQlcK#?secret=Omwyl0lePC\" data-secret=\"Omwyl0lePC\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein semantisches Theaterst\u00fcck \u00fcber Widerspruch, Wirkung und die Frage, ob ein einzelner Mensch etwas ver\u00e4ndern kann Personen DER AUTOR \u2013 ein Mann, der schreibt, fragt und nach Wirkung sucht BB \u2013 Bertolt Brecht \u2013 der Widerspruch, die gesellschaftliche Wirklichkeit JB \u2013 Jorge Bucay \u2013 das Beziehungsnetz, die Verbundenheit Die \u00c4u\u00dferungen von Bertolt Brecht und Jorge [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":269358233,"featured_media":7577,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_seo_schema_type":"","_wpcom_ai_launchpad_about_page":false,"_wpcom_ai_launchpad_gallery_page":false,"_wpcom_ai_launchpad_contact_page":false,"_wpcom_ai_launchpad_events_page":false,"_wpcom_ai_launchpad_video_page":false,"_wpcom_ai_launchpad_portfolio_piece":false,"footnotes":""},"class_list":["post-7572","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_likes_enabled":true,"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/PgI6ye-1Y8","jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/269358233"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7572"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7585,"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7572\/revisions\/7585"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mypapergate.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}