Psychologie – 6OTOGO

🧠 Psychologie – Sprache des Inneren

Psychologie als Sprache: Sie ĂŒbersetzt unser Innenleben (Gedanken, GefĂŒhle, Motive) und macht unsere Außenkommunikation (Worte, Gesten, Handlungen) verstĂ€ndlich. Im digitalen Zeitalter kommen neue Dialekte hinzu: die analoge Kommunikation (Körper, Tonfall) und die digitale (Chat, Emoji, KI-Dialog).

Mit 60TOGO lernst du in 60 Minuten, diese „Sprachen“ zu lesen: Wie rede ich mit mir? (innere Sprache) · Wie rede ich mit anderen? (soziale Sprache) · Wie redet die Gesellschaft mit mir? (Rollen, Symbole, Medien) · Wie verĂ€ndert Digitales unser Verstehen?


Dein 10–20–30-Minuten-Training

10 Minuten – Fundament (Vokabeln & „Grammatik“ der Psyche)

  • Psychologie = Lehre von Erleben & Verhalten.
  • Vokabeln: Motivation, Emotion, Kognition (Denken), Persönlichkeit, Lernen, GedĂ€chtnis.
  • KanĂ€le der Kommunikation: verbal (Wort), nonverbal (Körper), paraverbal (Tonfall), digital (Text/Emoji).
  • Grundmodell: Reiz → Bewertung → Reaktion. Frage: „Was habe ich gesehen? Wie habe ich es gedeutet?“

20 Minuten – SchlĂŒsselmodelle (kompakt)

  • Motivation: BedĂŒrfnisse (Sicherheit, Zugehörigkeit, Anerkennung, Autonomie) steuern Handeln.
  • Emotion: BasisgefĂŒhle (Freude, Angst, Wut, Trauer, Ekel, Überraschung) lenken Aufmerksamkeit & Entscheidungen.
  • Kognition: Denken ist konstruktiv (Bias/Heuristiken). Check: „Welche Annahme nutze ich gerade?“
  • Persönlichkeit: Big Five (Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, VertrĂ€glichkeit, StabilitĂ€t) als Tendenzen.
  • Lernen: Konditionierung (Reiz–Reaktion), VerstĂ€rkung (Belohnung), Beobachtungslernen (Vorbild).
  • Kommunikation: Ich-Botschaften, aktives Zuhören, Kontext & Rolle (Situation bestimmt mit).

30 Minuten – Anwendung (4 Mini-Übungen)

  1. Innere Sprache (5 Min): Schreibe 5 SĂ€tze deines inneren Monologs zu einer aktuellen Entscheidung. Formuliere sie als Ich-Botschaften („Ich brauche
“ statt „Man muss
“).
  2. Außenkommunikation (10 Min): Denke an ein kurzes GesprĂ€ch. Markiere verbal (Wortwahl), nonverbal (Mimik/Gestik) und paraverbal (Tempo/Ton). Was wirkte wie?
  3. Digital-Dialog (10 Min): Lies einen Chatverlauf. Wo ersetzen Emojis Tonfall? Wo fehlt Kontext (Ironie)? Schreibe 2 Nachrichten um: einmal nĂŒchtern, einmal freundlich-klar.
  4. Motiv-Scan (5 Min): WĂ€hle ein Alltagsziel. Ordne es 1–2 Motiven zu (z. B. Autonomie + Kompetenz). Was Ă€nderst du morgen konkret?

Spickzettel – 10 MerksĂ€tze

  1. Wahrnehmung ist Auswahl – frage: „Was ĂŒbersehe ich?“
  2. Emotionen sind Signale, keine Feinde.
  3. Motivation erklÀrt warum, Gewohnheit erklÀrt wie.
  4. Ich-Botschaften deeskalieren, Du-VorwĂŒrfe eskalieren.
  5. Nonverbal schlÀgt verbal, wenn beides widerspricht.
  6. Fragen öffnen, Aussagen schließen – wĂ€hle bewusst.
  7. Digital fehlt Tonfall: schreibe kĂŒrzer, klarer, freundlicher.
  8. Bias prĂŒfen: „Welche Annahme fĂŒhrt mich?“
  9. Big Five = Tendenzen, keine Schubladen.
  10. Verhalten = Person × Situation – Kontext zĂ€hlt.

Mini-Test (Selbstcheck)

  1. Psychologie in einem Satz?
  2. Unterscheide verbal, nonverbal und paraverbal an einem Beispiel.
  3. Nenne 3 Basisemotionen und ihre mögliche Funktion.
  4. Worin unterscheidet sich Motivation von Gewohnheit?
  5. Formuliere eine Ich-Botschaft zu: „Du hörst mir nie zu!“
  6. Wo entstehen in Chats MissverstĂ€ndnisse – und wie beugst du vor?

WeiterfĂŒhrend

VerknĂŒpfe dieses Training mit Sprachen (Wort & Kultur), Literatur (innere Stimme im Text) und Philosophie (Sinn & Sprache). FĂŒr Vertiefung: Whitepapers.