Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque – Chronist des Krieges

Erich Maria Remarque
Erich Maria Remarque (1898–1970). Quelle: WordPress-Upload – Lizenz nicht angegeben.

Biografie

Erich Maria Remarque wurde am 22. Juni 1898 in Osnabrück geboren. Im Ersten Weltkrieg wurde er als 18-Jähriger an die Westfront eingezogen und schwer verwundet. Diese Erfahrungen prägten sein späteres Werk. 1929 erschien sein berühmtester Roman „Im Westen nichts Neues“, der ihm Weltruhm einbrachte – aber auch erbitterte Feindschaft in nationalistischen und nationalsozialistischen Kreisen.

1933 wurden seine Bücher in Deutschland öffentlich verbrannt, er selbst emigrierte in die Schweiz und später in die USA. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in der Schweiz, zuletzt in Locarno, wo er am 25. September 1970 starb.

Werke und Themen

  • „Im Westen nichts Neues“ (1929) – Anti-Kriegsroman über den Ersten Weltkrieg aus der Sicht des Soldaten Paul Bäumer.
  • „Der Weg zurück“ (1931) – Fortsetzung, über das schwierige Heimkommen der Frontgeneration.
  • „Drei Kameraden“ (1936) – Roman über Freundschaft, Hoffnung und Verlust in der Weimarer Republik.
  • „Liebe Deinen Nächsten“ (1941) – über die Flucht deutscher Emigranten vor den Nazis.
  • „Arc de Triomphe“ (1945) – Exilroman im Paris der Vorkriegszeit.
  • „Der schwarze Obelisk“ (1956) – Rückblick auf die Weimarer Zeit, über Liebe, Inflation und Orientierungslosigkeit.

Bedeutung

Remarque wurde wegen seines klaren, oft unsentimentalen Stils weltberühmt. Er gab den Soldaten und Exilanten der Zwischenkriegszeit eine Stimme und wurde zu einem Symbol für die literarische Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs. Seine Bücher wurden in über 50 Sprachen übersetzt und Millionen Mal verkauft. Bis heute gilt er als einer der wichtigsten Mahner gegen Krieg und Gewalt.