Hans Magnus Enzensberger

Hans Magnus Enzensberger – Dichter, Essayist, Intellektueller

Hans Magnus Enzensberger
Hans Magnus Enzensberger (1929–2022). Quelle: WordPress-Upload – Lizenz nicht angegeben.

Biografie

Hans Magnus Enzensberger wurde am 11. November 1929 in Kaufbeuren geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie und Sprachen in Erlangen, Freiburg, Hamburg und Paris. Bereits in den 1950er-Jahren trat er als Lyriker und Essayist hervor und gehörte zum Umfeld der Gruppe 47. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete er als Herausgeber und Übersetzer, u. a. gründete er die Taschenbuchreihe „Die andere Bibliothek“. Er starb am 24. November 2022 in München.

Werke und Themen

  • „Verteidigung der Wölfe“ (1957) – Gedichtband, der ihn bekannt machte; ironisch, provokant, gesellschaftskritisch.
  • „Mausoleum“ (1975) – siebenunddreißig Balladen über historische Figuren des Fortschritts.
  • „Der Untergang der Titanic“ (1978) – poetisches Langgedicht, Parabel auf Katastrophe und Gesellschaft.
  • „Ach Europa!“ (1987) – literarische Reportagen und Essays über Europa im Umbruch.
  • „Der Zahlenteufel“ (1997) – populäres Kinderbuch über Mathematik, international erfolgreich.

Bedeutung

Enzensberger verband Literatur und Politik auf originelle Weise. Er war kritisch, oft ironisch, zugleich unterhaltsam und bildungsnah. Seine Stimme prägte über Jahrzehnte die Debatten in der Bundesrepublik. Als Dichter, Essayist und Herausgeber gilt er als eine der wichtigsten intellektuellen Figuren der deutschen Nachkriegsliteratur.