Die „Verlorene Generation“ – warum diese Seite
Ich betrachte mich selbst als „Enkel dieser Zeit“. Mein Theaterstück Die Dritte Generation ist aus dieser Haltung heraus entstanden.
Die Autorinnen und Autoren, die ich hier vorstelle, gehören für mich zur „Verlorenen Generation“ – Zeuginnen und Zeugen einer dramatischen Epoche der deutschen Geschichte im Vorfeld des Nationalsozialismus, des Faschismus und des Zweiten Weltkriegs mit unzähligen Toten. Ihre Bücher wurden von den Nationalsozialisten verbrannt, sie selbst verfolgt und mundtot gemacht.
Nie wieder
war der Ruf der Deutschen nach 1945 –
Wehret den Anfängen
bleibt auch heute aktuell.
Ich schreibe und veröffentliche hier wie eine Stimme aus der Nachkriegszeit:
um diesen Stimmen Bestand zu geben und sie vielleicht als digitale Wesen unsterblich zu machen.
Gleichzeitig suche ich nach mehr Informationen aus dieser Zeit, um sie auf meiner elektronischen Plattform zum Leben zu erwecken.
Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 (Berlin, Bebelplatz)
Am Abend des fand auf dem damaligen Opernplatz in Berlin (heute Bebelplatz) eine von der Deutschen Studentenschaft organisierte öffentliche Bücherverbrennung statt. Werke von Autorinnen und Autoren, die als „undeutsch“ galten, wurden verbrannt.
Bedeutung
Die Aktion war Teil einer reichsweiten Propagandakampagne der Nationalsozialisten, die auf die Unterdrückung abweichender Ideen abzielte. Sie markiert einen frühen, sichtbaren Schritt der systematischen Einschränkung von Meinungsfreiheit und kultureller Vielfalt.
Beispielhaft betroffene Autorinnen und Autoren
Unter den verbrannten Werken befanden sich u. a. Bücher von Erich Kästner, Sigmund Freud, Heinrich Heine, Karl Marx und Rosa Luxemburg.
Erinnerung
Heute erinnert ein Mahnmal auf dem Bebelplatz an das Ereignis und an die zerstörten Bücher sowie die damit verbundene Verfolgung von Autorinnen und Autoren.

