Persien – Reise durch ein Weltreich zwischen Gebirge, Wüste und Meer
Die geographische Bühne
Persien – heute Iran – liegt auf einem gewaltigen Hochplateau zwischen den Kulturräumen des Mittelmeers, Indiens und Zentralasiens. Dieses iranische Hochland wird von zwei großen Gebirgszügen umrahmt:
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dem Zagros Mountains im Westen
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dem Alborz Mountains im Norden
Zwischen ihnen liegen große Wüstenbecken:
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Dasht-e Kavir – eine Salzwüste
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Dasht-e Lut – eine der heißesten Regionen der Erde
Diese Landschaft erklärt die Geschichte Persiens:
Städte entstanden meist an Oasen, Flussläufen oder Karawanenwegen.
Der Süden öffnet sich zum Persian Gulf, der seit der Antike eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Ost und West bildet.
Das erste Weltreich der Geschichte
Kyros der Große und die Geburt des Imperiums
Die Geschichte des Großreichs beginnt im 6. Jahrhundert v. Chr. mit
Kyros der Große.
Er begründete das Achämenidenreich, eines der ersten echten Weltreiche.
Kyros eroberte:
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Medien (Iran)
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Babylonien
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Kleinasien
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Teile Zentralasiens
Sein Reich reichte schließlich von
der Ägäis bis zum Indus.
Was Kyros außergewöhnlich machte, war nicht nur seine militärische Macht, sondern seine Religionspolitik. Anders als viele Eroberer respektierte er die Religionen seiner Untertanen.
Im sogenannten Kyros-Zylinder – oft als erste Menschenrechtserklärung bezeichnet – versprach er:
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religiöse Toleranz
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Rückkehr deportierter Völker
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Schutz lokaler Traditionen.
Dareios der Große – Organisation eines Weltreichs
Unter Darius I. erreichte das Reich seine höchste Organisation.
Er führte ein Verwaltungssystem ein, das erstaunlich modern wirkt.
Das Reich wurde in Satrapien (Provinzen) gegliedert.
Jede Satrapie hatte:
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einen Statthalter
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einen Militärkommandanten
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einen königlichen Kontrolleur
So entstand eine frühe Form eines Verwaltungsstaates.
Dareios ließ auch die berühmte Königsstraße bauen:
2500 Kilometer von Susa bis Sardes.
Kuriere konnten Nachrichten in wenigen Tagen übermitteln – ein antikes Kommunikationsnetz.
Die prunkvolle Zeremonialstadt
Persepolis
war das symbolische Zentrum des Reiches.
Zoroastrismus – die geistige Revolution Persiens
Die älteste Religion Persiens ist der Zoroastrismus, gegründet von Zarathustra.
Seine Botschaft war für die damalige Welt revolutionär.
Er verkündete:
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einen höchsten Gott: Ahura Mazda
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einen kosmischen Kampf zwischen Gut und Böse
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die moralische Verantwortung des Menschen.
Sein ethisches Programm ist berühmt:
Gute Gedanken – Gute Worte – Gute Taten
Viele religiöse Ideen, die später im Judentum, Christentum und Islam erscheinen, finden sich hier bereits:
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Himmel und Hölle
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Jüngstes Gericht
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Auferstehung
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Erlöserfigur
Im heutigen Iran lebt nur noch eine kleine zoroastrische Gemeinschaft, vor allem in Yazd.
Islam und ethnische Vielfalt
Der Iran als schiitisches Zentrum
Im 7. Jahrhundert eroberten arabische Armeen Persien.
Der Islam verbreitete sich, doch die Perser entwickelten eine eigene religiöse Identität.
Heute ist der Iran das wichtigste Zentrum des schiitischen Islam.
Die größten ethnischen Gruppen sind:
| Volk | Anteil |
|---|---|
| Perser | ca. 60 % |
| Aserbaidschaner | ca. 15–20 % |
| Kurden | ca. 10 % |
| Belutschen | kleinere Minderheit |
| Araber | Persischer Golf |
Die Hauptstadt Teheran ist heute eine der größten Städte des Nahen Ostens.
Armenier – christliche Insel im islamischen Persien
Eine bemerkenswerte Minderheit sind die Armenier, eines der ältesten christlichen Völker der Welt.
Im 17. Jahrhundert ließ der Safawidenherrscher
Abbas I.
Tausende Armenier nach Isfahan umsiedeln.
Dort entstand das Viertel Neu-Dschulfa.
Bis heute existieren dort:
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armenische Kirchen
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Schulen
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Kulturvereine.
Die Vank Cathedral gehört zu den eindrucksvollsten Kirchen des Nahen Ostens.
Gebirge, Nomaden und Karawanen
Zagros – Welt der Nomaden
Das Zagros-Gebirge ist eine Welt für sich.
Hier leben noch heute halbnomadische Stämme:
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Bakhtiari
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Qashqai
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Luren
Sie ziehen mit ihren Herden zwischen Sommer- und Winterweiden.
Diese Lebensweise erinnert an die alten Karawanenwege der Seidenstraße.
Die Wüste – Herz Persiens
Das zentrale Iranplateau ist geprägt von gewaltigen Wüsten.
Die Lut-Wüste gehört zu den heißesten Orten der Erde.
Satellitenmessungen ergaben hier Temperaturen von über 70 Grad am Boden.
Die bizarre Landschaft besteht aus:
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riesigen Dünen
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Salzflächen
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windgeformten Felsen (Kaluts)
Trotz dieser Extrembedingungen entstanden entlang der Karawanenwege Städte und Oasen.
Der Persische Golf – Tor zur Welt
Der Süden des Landes öffnet sich zum Persischen Golf, der seit der Antike eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt ist.
Von hier segelten Händler nach:
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Indien
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Ostafrika
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Arabien.
Besonders faszinierend sind:
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Hormuz Island – eine Insel mit bunten Mineralbergen
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Qeshm Island – mit spektakulären Schluchten und Mangroven




























