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Irony, cynicism and the art of not losing your sense of humor

Das Neue Vaterunser – über die Widersprüche des Menschen und die Gewalt der Sprache

Ein persönlicher Essay von Wolfgang Bossert

Prolog – Das Vaterunser und der Leichenschmaus

Neulich war ich bei einer Trauerfeier.

Ein Mensch war gestorben. Die Trauergemeinde versammelte sich, das Vaterunser wurde gesprochen, Musik erklang. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen.

Alles ganz normal.

Und doch musste ich schmunzeln.

Nicht über den Tod. Nicht über die Trauernden. Sondern über die wunderbare Fähigkeit des Menschen, seine Widersprüche zu pflegen, ohne sie überhaupt zu bemerken.

Da wird die Ewigkeit beschworen, und wenig später fragt jemand, ob noch ein Stück Kuchen übrig sei.

Ich hätte mir Johann Sebastian Bachs Jesu, meine Freude gewünscht. Stattdessen hörte ich thematisch ein Paloma Blanca und eine Schicksalsmelodie mit viel Pedal.

Vielleicht waren es die Lieblingsstücke des Verstorbenen. Das wäre ein guter Grund gewesen, sie zu spielen.

Aber ich musste trotzdem schmunzeln.

Das menschliche Leben ist eben keine philosophische Abhandlung. Es ist eine Komödie mit gelegentlich tragischem Ausgang.

Und während ich darüber nachdachte, fiel mir auf, dass wir längst ein neues Vaterunser erfunden haben.

Es wird nicht mehr nur in Kirchen gesprochen.

Es begegnet uns täglich in den digitalen Medien.

1. Das Neue Vaterunser

Früher gehörte das Vaterunser zu den vertrauten Formeln unserer Kultur.

Heute gibt es neue Glaubensbekenntnisse.

Sie beginnen nicht unbedingt mit „Vater unser im Himmel“, sondern beispielsweise mit:

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Oder:

Alle wissen doch, dass …

Oder:

Wer jetzt noch widerspricht, hat nichts verstanden.

Die Formeln unterscheiden sich je nach politischem Lager. Ihre Funktion kann jedoch erstaunlich ähnlich sein.

Man spricht sie aus und zeigt damit, wohin man gehört.

Das erspart gelegentlich die Mühe, selbst nachzudenken.

Das Neue Vaterunser hat allerdings einen Nachteil gegenüber seinem religiösen Vorbild: Es wird selten gemeinsam gesprochen.

Jede Gruppe hat ihre eigene Fassung.

Und jede ist überzeugt, die einzig richtige zu besitzen.

Wer eine andere Version verwendet, gilt schnell als verdächtig.

Dabei sind politische Überzeugungen keineswegs alle gleichwertig. Es gibt demokratische Positionen und solche, die Freiheit und Menschenwürde infrage stellen. Dieser Unterschied darf nicht durch Ironie verwischt werden.

Aber auch eine richtige Überzeugung wird nicht dadurch überzeugender, dass man sie nur noch wiederholt.

Wenn das Bekenntnis das Argument ersetzt, beginnt die geistige Bequemlichkeit.

Und manchmal beginnt dort auch die gesellschaftliche Spaltung.

2. Thomas Mann würde seinen Vorbehalt anmelden

Ich stelle mir vor, Thomas Mann säße mit mir an einem Kaffeehaustisch.

Ich erzähle ihm von den politischen Glaubensformeln unserer Gegenwart.

Er hört zu, legt vielleicht die Hand an die Wange und denkt nach.

Ich vermute, er würde sich vor allem für die Widersprüche interessieren.

Denn in seinem Zauberberg hat er mit Settembrini und Naphta zwei Männer geschaffen, die mit großer Leidenschaft um die Wahrheit streiten.

Beide verfügen über beeindruckende Argumente.

Beide halten viel von ihren Überzeugungen.

Und beide sind gelegentlich so sehr mit dem eigenen Denken beschäftigt, dass der Mensch, um den es eigentlich geht, fast aus dem Blick gerät.

Hans Castorp hört zu.

Vielleicht ist das seine wichtigste Leistung.

Thomas Manns Ironie kennt den Vorbehalt. Sie lässt einen Gedanken gelten, ohne ihn sofort zur letzten Wahrheit zu erklären.

Ich finde diese Haltung außerordentlich sympathisch.

Nicht jeder Widerspruch muss sofort beseitigt werden.

Nicht jede Frage verlangt eine eindeutige Antwort.

Und nicht jede Meinung wird dadurch richtiger, dass man sie mit größerer Lautstärke vorträgt.

Manchmal wäre es schon ein Fortschritt, wenn ein Mensch nach einem besonders entschiedenen Satz hinzufügen könnte:

Aber vielleicht irre ich mich.

Vermutlich würde er damit in manchen sozialen Medien erhebliches Aufsehen erregen.

3. Brecht würde fragen: Wem nützt das?

Bertolt Brecht würde sich mit Thomas Manns Vorbehalt vermutlich nicht zufriedengeben.

Er würde die Verhältnisse untersuchen wollen.

Warum werden bestimmte Parolen ständig wiederholt?

Warum erzeugt Empörung so viel Aufmerksamkeit?

Und wer profitiert davon?

Das sind berechtigte Fragen.

Die digitalen Medien sind schließlich nicht nur Orte der freien Meinungsäußerung. Sie sind auch wirtschaftliche Unternehmen, die um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Empörung kann Aufmerksamkeit erzeugen.

Aufmerksamkeit kann Reichweite bringen.

Und Reichweite kann wirtschaftlich wertvoll sein.

Daraus folgt nicht, dass jede Plattform absichtlich gesellschaftliche Spaltung betreibt. Aber es lohnt sich, ihre Anreizsysteme kritisch zu betrachten.

Brecht würde vielleicht eine Bühne aufbauen.

Auf der einen Seite stünde ein Mann, der ununterbrochen seine Meinung verkündet.

Auf der anderen Seite ein zweiter Mann, der ihm ebenso ununterbrochen widerspricht.

Hinter beiden säße jemand, der jedes Wort mitzählt.

Und während die beiden sich immer heftiger beschimpfen, würde der Dritte zufrieden feststellen, dass die Zuschauerzahlen steigen.

Das wäre ein Stück, das Brecht hätte schreiben können.

Geschrieben hat er es nicht.

Aber die Frage nach den Interessen hinter der öffentlichen Empörung hätte gut zu seiner kritischen Methode gepasst.

4. Karl Valentin und die Kunst des Missverständnisses

Und dann kommt Karl Valentin.

Ich stelle ihn mir zwischen Thomas Mann und Bertolt Brecht vor.

Die beiden diskutieren über Wahrheit, Ideologie und gesellschaftliche Verhältnisse.

Valentin hört eine Weile zu.

Dann fragt er vielleicht:

Wenn alle recht haben, warum streiten sie dann?

Natürlich ist auch das kein historisches Valentin-Zitat, sondern eine erfundene Frage in seinem Geiste.

Aber sie gefällt mir.

Denn Valentin verstand es, die scheinbar vernünftige Sprache so lange beim Wort zu nehmen, bis ihre Widersprüche sichtbar wurden.

Man spricht miteinander und versteht sich nicht.

Man erklärt etwas und macht es dadurch noch unverständlicher.

Man möchte einen Streit beenden und beginnt vorsichtshalber einen neuen.

Das ist die menschliche Komödie.

Ich habe Karl Valentin auf meiner Webseite bereits in einem imaginären Interview auftreten lassen.

Er eignet sich für solche Gespräche besonders gut.

Denn er erinnert uns daran, dass die Welt nicht allein aus großen Weltanschauungen besteht.

Sie besteht auch aus Menschen, die sich gegenseitig missverstehen und dabei überzeugt sind, vollkommen verständlich gesprochen zu haben.

Vielleicht sollten wir in den digitalen Medien gelegentlich einen Karl-Valentin-Tag einführen.

An diesem Tag müsste jeder, der einen empörten Kommentar veröffentlicht, zunächst erklären, worüber er sich eigentlich empört.

Das könnte den Betrieb erheblich verlangsamen.

Vielleicht wäre gerade das ein Gewinn.

5. Wenn aus Widerspruch Feindschaft wird

Nun ist nicht jeder Streit komisch.

Sprache kann verletzen, einschüchtern und ausgrenzen.

Sie kann Menschen herabwürdigen und ihnen das Gefühl geben, nicht mehr dazuzugehören.

Das gilt besonders dort, wo aus einer politischen Meinungsverschiedenheit eine persönliche Feindschaft wird.

Ich kann sagen:

Deine Behauptung halte ich für falsch.

Das ist ein Widerspruch.

Ich kann sagen:

Deine politische Forderung gefährdet die Freiheit anderer.

Auch das kann eine notwendige und berechtigte Kritik sein.

Aber wenn ich sage:

Menschen wie du haben hier nichts verloren,

dann habe ich den Streit über eine Sache verlassen.

Jetzt greife ich die Zugehörigkeit des Menschen an.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Die neuen Medien haben solche Angriffe nicht erfunden. Aber sie ermöglichen eine schnelle Verbreitung und öffentliche Verstärkung.

Die besonders lauten Stimmen können dadurch den Eindruck erwecken, die gesamte Gesellschaft sei unversöhnlich geworden.

Ob sie tatsächlich so tief gespalten ist, lässt sich daraus allein nicht schließen.

Vielleicht sind viele Menschen weniger feindselig, als es ihre digitalen Stellvertreter vermuten lassen.

Vielleicht schweigen sie einfach, weil sie keine Lust haben, sich an einem öffentlichen Beschimpfungswettbewerb zu beteiligen.

Auch das wäre verständlich.

Allerdings entsteht daraus ein neues Problem.

Wenn die Nachdenklichen schweigen und die Lautesten reden, klingt die Gesellschaft irgendwann so, als bestünde sie ausschließlich aus Lautsprechern.

6. Ironie oder Zynismus?

Hier möchte ich eine Grenze ziehen.

Ironie kann einen Widerspruch sichtbar machen.

Satire kann ihn zuspitzen.

Humor kann ihn erträglich machen.

Zynismus dagegen kann dazu führen, dass wir den Menschen hinter dem Widerspruch nicht mehr ernst nehmen.

Der Zyniker erwartet von anderen nichts Gutes mehr.

Jede freundliche Geste erscheint ihm berechnend.

Jedes Bekenntnis gilt als Heuchelei.

Jede Überzeugung wird zum Vorwand.

Das ist eine bequeme Haltung.

Wer grundsätzlich nichts mehr glaubt, muss sich auch nicht mehr enttäuschen lassen.

Allerdings verliert er damit möglicherweise etwas Wertvolles: die Fähigkeit, überrascht zu werden.

Vielleicht sogar die Fähigkeit, sich zu freuen.

Ich kenne die Versuchung, mich über Menschen zu ärgern, die nicht zuhören, nicht nachfragen oder auf meine Gedanken nicht antworten.

Manchmal denke ich, jeder wolle nur von sich selbst erzählen.

Dann könnte ich mich zurückziehen und beschließen, dass Gespräche ohnehin zwecklos seien.

Aber vielleicht ist das bereits mein eigener kleiner Beitrag zur gesellschaftlichen Spaltung.

Denn auch ich möchte verstanden werden.

Und vielleicht möchte mein Gegenüber genau dasselbe.

Karl Valentin hätte daraus vermutlich eine hübsche Szene gemacht:

Zwei Menschen sitzen nebeneinander und warten darauf, dass der andere endlich Interesse zeigt.

Nach einer Stunde gehen beide enttäuscht nach Hause.

Jeder ist überzeugt, der andere sei ein Egoist.

Ich muss darüber schmunzeln.

Vor allem, weil ich mich selbst darin wiedererkenne.

7. Der Mensch und seine Gewissheiten

In meinem Leben habe ich viele Überzeugungen entwickelt.

Manche haben sich bewährt.

Andere musste ich korrigieren.

Ich habe Unternehmen gegründet, technische Innovationen entwickelt, Erfolge gefeiert und Niederlagen erlebt.

Dabei war ich oft erstaunlich optimistisch.

Heute schreibe ich Bücher und Essays. Ich beschäftige mich mit Geschichte, Politik, Philosophie und der Frage, warum Menschen so handeln, wie sie handeln.

Gelegentlich frage ich mich, wohin meine frühere Zuversicht verschwunden ist.

Vielleicht nehme ich die Welt inzwischen zu ernst.

Vielleicht erwarte ich von den Menschen zu viel.

Vielleicht erwarte ich sogar von mir selbst, dass ich jeden Widerspruch erklären und jede Ungerechtigkeit wenigstens gedanklich bearbeiten müsse.

Das kann anstrengend werden.

Dabei genügt manchmal ein anderer Blick.

Ich möchte beispielsweise mein Gewicht reduzieren.

Ein vernünftiger Entschluss.

Nur haben meine Essgewohnheiten von dieser Entscheidung offenbar noch nicht vollständig Kenntnis genommen.

Da sitzt der Mensch mit seinen guten Vorsätzen und wundert sich, dass die Gewohnheiten weiterhin ihre eigenen Interessen vertreten.

Das ist beinahe ein politisches Problem.

Und ich bin zugleich Regierung, Opposition und Wählerschaft.

Vielleicht sollte ich zunächst mit mir selbst eine tragfähige Koalition bilden.

Wenn ich darüber schmunzeln kann, habe ich noch kein Kilogramm verloren.

Aber möglicherweise fällt es mir leichter, mein Verhalten zu verändern, ohne mich bei jedem Rückschlag zu verurteilen.

8. Das Neue Vaterunser und die verlorene Gesprächskultur

Ich komme noch einmal auf das Neue Vaterunser zurück.

Die eigentliche Gefahr liegt nicht darin, dass Menschen Überzeugungen besitzen.

Ohne Überzeugungen wäre eine Demokratie kaum denkbar.

Die Gefahr entsteht, wenn Überzeugungen nicht mehr begründet, sondern nur noch bekannt werden.

Wenn die Zugehörigkeit wichtiger wird als das Argument.

Wenn die moralische Selbstgewissheit das Zuhören ersetzt.

Dann sprechen Menschen nicht mehr miteinander, sondern aneinander vorbei.

Sie halten keine Gespräche, sondern gegenseitige Bekenntnisprüfungen ab.

Und jede Seite wartet darauf, dass die andere endlich ihren Irrtum zugibt.

Das kann lange dauern.

Besonders dann, wenn beide Seiten dasselbe erwarten.

Thomas Mann würde möglicherweise zur Geduld mahnen.

Brecht würde fragen, weshalb die Verhältnisse so eingerichtet sind.

Karl Valentin würde vielleicht feststellen, dass man einander nur verstehen könne, wenn man gelegentlich aufhöre, selbst zu reden.

Diesen Gedanken möchte ich ernst nehmen.

Denn eine demokratische Gesprächskultur braucht nicht nur das Recht auf Widerspruch.

Sie braucht auch die Bereitschaft, einen Widerspruch anzuhören.

Das bedeutet nicht, menschenfeindliche Ideologien zu verharmlosen oder auf klare Urteile zu verzichten.

Es bedeutet, zwischen dem Menschen und seinen Behauptungen zu unterscheiden.

Man darf einer Überzeugung entschieden widersprechen, ohne deshalb den Menschen verachten zu müssen.

Vielleicht wäre das bereits ein brauchbares Gegenmittel gegen das Neue Vaterunser.

Nicht noch eine neue Parole.

Sondern eine Frage.

Warum glaubst du das?

Und danach die Bereitschaft, die Antwort tatsächlich anzuhören.

Epilog – Vielleicht beginnt die Veränderung mit einem Lächeln

Ich denke noch einmal an die Trauerfeier.

Das Vaterunser, die Musik, der Kaffee und der Kuchen.

Eine kleine Szene aus dem großen Theater des Lebens.

Ich hätte manches anders gestaltet. Andere Menschen vermutlich auch. Und dennoch haben wir gemeinsam Abschied genommen.

Vielleicht ist das bereits eine kleine Lektion über das Zusammenleben.

Wir müssen nicht dieselben Überzeugungen besitzen, um einander zu begegnen.

Wir müssen nicht über dieselben Dinge lachen, um uns zu verstehen.

Und wir müssen nicht jeden Widerspruch beseitigen, um miteinander leben zu können.

Was mich an unserer Gegenwart beunruhigt, ist weniger die Verschiedenheit der Meinungen als die zunehmende Unfähigkeit, diese Verschiedenheit auszuhalten.

Das Neue Vaterunser lautet allzu oft: Ich habe recht.

Dabei wäre es vielleicht schon ein Fortschritt, wenn wir gelegentlich hinzufügten: Aber ich könnte mich irren.

Thomas Mann hätte darin möglicherweise seinen Vorbehalt wiedererkannt.

Brecht hätte vermutlich gefragt, was wir aus dieser Einsicht machen.

Und Karl Valentin hätte vielleicht eingewandt, dass man mit dem Irren vorsichtig sein müsse, weil man sich schließlich auch darin irren könne.

Ich muss darüber schmunzeln.

Aber ich möchte bei diesem Schmunzeln nicht stehen bleiben.

Denn die Widersprüche unserer Gesellschaft sind nicht nur komisch. Sie haben Folgen. Worte können verletzen. Vorurteile können Menschen ausgrenzen. Ideologien können aus Nachbarn Feinde machen.

Wir wissen vieles darüber.

Wir wissen, wie wichtig das Zuhören ist. Wir wissen, dass Respekt nicht von der Übereinstimmung der Meinungen abhängt. Wir wissen, dass eine Demokratie vom Widerspruch lebt und nicht von der gegenseitigen Verachtung.

Und doch handeln wir häufig anders.

Vielleicht beginnt die ersehnte moralische Erneuerung nicht mit einem neuen großen Bekenntnis.

Vielleicht beginnt sie viel bescheidener.

Mit einem Menschen, der eine Frage stellt, statt eine Parole zu wiederholen.

Mit jemandem, der zuhört, obwohl er widersprechen möchte.

Mit einem Streitenden, der ein Argument anerkennt, obwohl es von seinem Gegner stammt.

Oder mit einem Menschen, der plötzlich über seine eigene Unfehlbarkeit lachen muss.

Das wäre keine Revolution.

Aber vielleicht ein Anfang.

Ich möchte jedenfalls meine Zuversicht nicht verlieren, dass wir dazu fähig sind.

Nicht weil die Menschen immer vernünftig handeln.

Sondern weil sie die bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, ihr eigenes Verhalten zu erkennen, darüber nachzudenken und es zu verändern.

Manchmal sogar, ohne dass jemand ihnen eine Moralpredigt hält.

Und wenn uns dabei gelegentlich ein Lächeln gelingt, umso besser.

Denn vielleicht ist das Schmunzeln über die eigenen Widersprüche bereits der erste Schritt, sie nicht ständig bei anderen bekämpfen zu müssen.

Amen.


Wolfgang Bossert

Edition mypapergate – Das Digitale Buch, das antwortet

Literarischer Hinweis: Die gedachten Begegnungen und Gesprächsbeiträge von Thomas Mann, Bertolt Brecht und Karl Valentin sind fiktive, essayistische Annäherungen an ihre Denkweisen. Sie sind keine historischen Zitate.

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